Grauen Star kann man nur auf dem operativen Weg behandeln. Es gibt keine andere Möglichkeit, ihn anders zu therapieren. Während des Krankheitsverlaufes muss die Sehhilfe des Öfteren an die neue Sehstärke angepasst werden. In Deutschland werden jährlich eine Vielzahl von Operationen in der sogenannten „Kataraktchirurgie“ durchgeführt. Bei diesen Operationen wird die getrübte Linse durch ein Kunstlinsenimplantat ersetzt. Sie wird meistens nur in einer örtlichen Betäubung des Auges durchgeführt. Durch den Einsatz spezieller Betäubungstechniken kann dabei verhindert werden, dass der Patient vollkommen schmerzfrei den Eingriff mit verfolgen kann und dabei sich das Auge auch nicht bewegt. Es gibt aber auch die Methode, dass dem betroffenen Auge Tropfen zugeführt werden und der Patient zwar vollkommen schmerzlos ist, aber für einen Zeitraum von ca. 10 Minuten nur geradeaus schauen darf. Diese Methode wird nur selten angewandt, weil sie nicht für jeden Betroffenen geeignet ist. Selten wird auch die Operation in einer Vollnarkose durchgeführt. In häufigsten Fällen entscheidet sich der Patient für die Vollnarkose, meistens aus Angst doch Schmerzen verspüren zu können. Aber die getroffene Entscheidung für eine Anästhesiemethode muss immer konform mit der Vorgeschichte und Vorerkrankungen des Betroffenen getroffen worden sein.
Nach dieser Operation kann das Auge die Distanzen nicht mehr selbst scharf einstellen. Deshalb ist zum Lesen nach diesem Eingriff eine Lesebrille zur Korrektur zu tragen. Aber die Forschung steht nicht still. Es wurde eine Linse entwickelt, die das Licht adjustiert wenn sie nach der Operation mit UV-Licht bestrahlt wurde und dann somit nachjustiert, also nachgestellt wurde.